Konversion der Husarenkaserne im Rahmen des Interkommunalen Gewerbeflächenpools

Aktueller Projektstand Mai 2009

Dem Aufbau eines Interkommunalen Gewerbeflächenpools, bestehend aus Husarenkaserne, Gewerbegebiet Rosental Nentershausen und Zwanzig Äcker/Herleshausen-Ost, kommt eine Schlüsselfunktion für die Zusammenarbeit der drei Kommunen zu. Aufgrund der Größe der frei werdenden Kaserne und den erforderlichen Vorleistungen, um die Flächen baureif und vermarktungsfähig zu machen, sollte eine schrittweise, an Markt und Nachfrage orientierte Konversion angestrebt werden.


Entwicklungsbereich 1:
Kasernenfläche (bebauter Bereich)
Der Fokus der Entwicklung sollte auf die eigentliche Kasernenfläche sowie direkt angrenzende leicht erschließbare Flächen gelegt werden. Hierfür wird eine Strategie mit einer Mischung aus Umnutzung der vorhandenen Bebauung und möglicher Neubebauung vorgeschlagen. Der anzustrebende Nutzungsmix orientiert sich an den in der Region vorhandenen Leit- und Schwerpunktbranchen (Kunststoff-, Papier-, Metallverarbeitung, Werkzeug-, Formen-, Maschinenbau, Fenster- und Fassadenbau). Weitere Schwerpunkte sind Autozuliefererindustrie, Tourismus-, Sport-, Gesundheits- und Wellnessangebote sowie das Segment Erneuerbare Energien.

Entwicklungsbereich 2:
Nördlicher Bereich des Standortübungsplatzes
Für diesen Teil der jetzigen Bundeswehrflächen wird die Anlage von Flächen für Outdoorsportarten wie zum Beispiel Motocross, Bike-Trial und Off-Road-Motorsport angestrebt. Mögliche Nutzer und Betreiber für diesen Entwicklungsbereich sind in der Region vorhanden (Motorsportvereine), eine Zusammenarbeit mit kommerziellen Anbietern, zum Beispiel für den Aufbau eines Schulungszentrums mit Fahrtraining oder als Leistungszentrum für den Profisportbereich wäre sinnvoll.

Entwicklungsbereiche 3 und 4:
Gegenwärtiger Sportplatz und landwirtschaftliche Nutzflächen
In diesem Bereich ist zwar eine kurzfristige Entwicklung möglich, jedoch sind zunächst entsprechende Erschließungsmaßnahmen zu treffen. Je nach Verfügbarkeit des Kasernengeländes und Flächennachfrage kann diesem Entwicklungsbereich daher auch eine Reservefunktion zukommen. Die topografischen Gegebenheiten und unmittelbare Lage an der Kreisstraße legen eine Nutzung für flächenintensives Gewerbe nahe. Ein Bioenergiepark oder ein Bereich zur Erzeugung solarer Energie sind ebenfalls denkbar.

Entwicklungsbereich 5:
Standortübungsplatz (Südteil) und landwirtschaftliche Nutzflächen
Der im Westen des bebauten Kasernenareals, größtenteils auf Gebiet der Gemeinde Nentershausen liegende Entwicklungsabschnitt ist als Potenzialfäche zu sehen, die separat oder vom Kasernengelände aus erschlossen werden kann. Eine „Rückgabe“ an die Landschaft und Aufbau von Biotopflächen als Ausgleichsflächen ist ebenso denkbar wie eine überregional wirksame Freizeitnutzung. Die Fläche bietet den Vorteil einer schrittweisen und unabhängig von der Gewerbenutzung des Kasernenareals umsetzbaren Entwicklung.

Download Karte Gewerbeflächenpool Husarenkaserne

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