Schlüsselprojekt: Entwicklung des Areals Breitwiese – Bahnhof – Bahnhofsumfeld – Große Au in Sontra

Aktueller Projektstand Mai / Juni 2009

Thematisch und funktional kann das Stadtumbaugebiet in drei Teilflächen gegliedert werden:

1. Das Breitwiesen-Areal mit Grünzug der Sontra, öffentlichen Freiflächen und dem der Altstadt zugewandten Festplatz,

2. Der Bereich des Bahnhofs mit Umfeld und Unterführung sowie Stadteingang von Westen,

3. Der Bereich der Großen Au mit Stadteingang von Norden.


Breitwiese

In diesem Teilraum liegt der Entwicklungsschwerpunkt auf einer Qualifizierung und Verbesserung des öffentlichen Raums, um die städtebauliche Attraktivität des gesamten Gebietes zu erhöhen, Nutzungsmöglichkeiten der öffentlichen Freiflächen für Nutzer aller Altersstufen zu verbessern sowie Wegebeziehungen besser zu vernetzen und sicherer zu machen. Vorhandene öffentliche Kommunikations- und Aufenthaltsflächen sollen attraktiver gestaltet und an den veränderten Bedarf und veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden:

  • Anlage eines Lerngartens („Grünes Klassenzimmer“, Experimentier- oder Laborgarten) auf der öffentlichen Grünfläche im Bereich des Kindergartens und unter Einbeziehung des vorhandenen Teiches (Wassergarten)
  • Anlage eines flexibel nutzbaren Sportbereichs/Kleinspielfeldes für Skater, Inliner, Streetball und als temporäre Eisfläche im Winter
  • Erweiterung und Sicherung der vorhandenen Kleingartennutzung, Aufwertung des Areals durch „ambitionierte Gartenhausarchitektur“
  • Begrünungskonzept und Intensivierung des vorhandenen Festplatzes - Flohmarkt, Open-Air-Kino, sonstige Events
  • Projekt „Eine Stadt findet ihren Namensgeber“: Sichtbarmachung des Sontra-Baches durch Grünordnung und Anlage eines Weges mit Aufenthaltsbereichen
  • Andocken des gesamten Naherholungsraumes an die Altstadt durch Schaffung neuer Wegeverbindungen und spezielles Beleuchtungskonzept


Bahnhof und Bahnhofsumfeld
Durch Umnutzung des leer stehenden Bahnhofs sollen bisher im Stadtgebiet nicht vorhandene Einrichtungen für soziokulturelle Zwecke geschaffen werden, von denen eine Entwicklung und Förderung des vorhandenen bürgerschaftlichen Engagements erwartet werden. Darüber hinaus ist für die umliegenden brachgefallenen Flächen eine Aufwertung und Wiedernutzung geplant:

  • Umnutzung des Bahnhofs zur Kunst- und Kulturstation mit KunstgARTen. Für das Gebäude werden Nutzungen wie Café, Ausstellungen, Filmvorführung, Kleinkunst sowie Büro- und Verwaltungsnutzungen der örtlichen Kulturinitiativen und einzelner Akteure angestrebt. Auch eine teilweise gewerbliche Nutzung soll im Gebäude möglich sein. Für das Umfeld ist eine generelle Verbesserung des Außenraums und künftige Nutzung als wachsender und sich verändernder „Kunstfreiraum“ geplant: Temporäre Ausstellungen, Skulpturengarten, Kunstfelder.
  • Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes für die weiterhin bestehende öffentliche Verkehrsnutzung durch Schaffung eines adäquaten Haltebereichs für Busverkehr zwecks Verknüpfung Bus–Bahn und Anlage eines überdachten Wartebereichs für Fahrgäste
  • Schaffung von Pendlerparkplätzen und LKW-/Busstellplätzen im Bahnhofsumfeld zur Entschärfung der Parkplatzproblematik am Altstadtrand

 

 

Bereich Große Au
Bei dem Gebiet handelt es sich um gewerbliche Brachflächen bzw. solche, die brach zu fallen drohen sowie um mindergenutzte Flächen. Gleichzeitig handelt es sich um den Stadteingang von Norden, der gegenwärtig als mangelhaft bezeichnet werden kann. Die Zielsetzung ist eine möglichst dauerhafte Nach- bzw. Wiedernutzung und Nutzungsausschöpfung von bereits erschlossenen oder mit geringem Aufwand zu erschließenden Bauflächen als Beitrag zur Innenentwicklung.

  • Entwicklung des Gebietes in mehreren Abschnitten: Schaffung eines Angebotes für Mehrgenerationen-Wohnen, gemeinschaftliches Wohnen sowie Wohneigentumsinitiativen für Familien mit Kindern
  • langfristig insgesamt vier Entwicklungsschritte mit innovativen Wohnformen und Gebäudearchitekturen und einer Mischnutzung entlang der Göttinger Straße
  • ein differenziertes und abgestuftes Freiraumsystem zur Unterstützung der Bildung von Nachbarschaften
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