Ehrenamtsagentur

Ein wichtiger Ausgangspunkt der interkommunalen Zusammenarbeit ist die Entwicklung neuer Strategien zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge und Sicherung der Lebensqualität sowie des sozialen Zusammenhalts. Bei einer Anpassung und Ergänzung der öffentlichen und privaten Infrastrukturen und/oder Dienstleistungen an die sich verändernden Bedürfnisse der Bevölkerung wird neben der Notwendigkeit kommunaler Kooperationen das lokale ehrenamtliche Engagement in Form von Nachbarschaftshilfe und nicht-familiärer Netzwerke aktiver Bürgerinnen und Bürger zukünftig noch wichtiger werden. Vor diesem Hintergrund ist die Schaffung verlässlicher Strukturen und eine kommunale Unterstützung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von besonderer Bedeutung.
Durch Aufbau einer lokalen Ehrenamtsagentur sollen bereits vorhandene Initiativen in ihrer Arbeit unterstützt und der Aufbau weiterer ehrenamtlicher Aktivitäten gefördert werden. Das Projekt soll für den kompletten Zweckverband Sontra–Herleshausen–Nentershausen wirksam sein und die bereits vorhandenen Aktivitäten unterstützen, ausbauen und vernetzen sowie neue Aktivitäten generieren.

Die Zielsetzungen sind:

  • Menschen jeden Alters, insbesondere auch Jugendliche sollen motiviert werden, sich ehrenamtlich zu engagieren.
  • Vernetzung und fachliche Unterstützung der bereits bzw. künftig ehrenamtlich tätigen Personen und Ressourcen im interkommunalen Verbandsgebiet (Schulungen und Fortbildungen, Plattform zum Erfahrungsaustausch).    
  • Arbeitslosen Menschen soll durch ein Angebot an ehrenamtlicher Tätigkeit die Möglichkeit für eine Rückkehr in das Berufsleben durch neue Qualifikationen und Kontakte eröffnet werden.
  • Aufbau einer Vermittlungsstruktur für ehrenamtliche Angebote (Koordinierung von Nachfrage und Angebot).
  • Zentrale Sammlung der für die ehrenamtlichen Tätigkeiten notwendigen Informationen und Unterlagen (Formulare, Förderanträge usw.), um diese auf einem aktuellen Stand zu halten und entsprechend maßgeschneidert weiterzugeben.
  • Den sich engagierenden Personen sollen Angebote vermittelt werden, die auf ihre individuellen Erfahrungshintergründe, Interessen, persönlichen Potenziale und zeitlichen Möglichkeiten zugeschnitten sind.


Als weiterer Schritt ist eine Machbarkeitsuntersuchung mit Standort- und Trägerschaftsklärung zu empfehlen. Projektbeteiligte sind die bereits ehrenamtlich Tätigen sowie Unternehmen, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Landkreise und die Öffentlichkeit.

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